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Ein halbes Ende

Ich hab gehofft, dass das Eis mich noch trägt.
Ein 'für' ersetzt kein 'wider', gar nichts bewegt sich hier.
Du warst das Licht und der Schatten zugleich.
Spiegeln sich in Augen wirklich die Tränen der Welt?

Warum habe ich dir eigentlich nie wirklich in die Augen geschaut? Klar, sie hatten etwas faszinierendes und ich glaube ich habe mich mehr als einmal in ihnen verloren, aber ich habe scheinbar nie wirklich hingeschaut. Zumindest nicht bei unserer zweiten Begegnung, denn sonst wäre ich wohl gewarnt gewesen. Gewarnt vor den Abgründen in deinem Inneren und wäre vielleicht noch rechtzeitig geflüchtet.
Es muss nun ein Jahr her sein, als du sagtest, du würdest nicht glauben, dass du mich zum weinen bringen könntest. Ich würde auch nie zugeben, dass du es mehr als einmal geschafft hast. Und vermutlich würde es dir nicht einmal leid tun. Vermutlich wäre es dir einfach egal.

Habe ich geglaubt, es geht alles vorbei?
Was ist schon der Glaube, ist nicht alles nur Schein?
Ich hab immer versucht zu widerstehen,
solang es mir gelang konnt' ich nichts anderes sehen.

Wie oft habe ich geglaubt, dass es vorbei sei? Zu oft. Und nie ließ mich der Gedanke an dich ganz los. Wie denn auch? Immer wenn ich kurz davor war es zu schaffen, dich zu vergessen, tauchtest du aus irgendeiner Ecke wieder auf, frei nach dem Motto: "Da bin ich wieder, egal, ob du mich wieder haben möchtest." Aber wer hätte je Nein zu dir gesagt? Wer brächte das schon fertig? 

Und ich hör dich nicht mehr
und die Nacht schläft so fest in meinen Armen.
Ein halbes Ende,
eine neue Flut spült mich fort.
Die rettende Hand ist nicht zu sehen.
Halbes Ende,
alles was ich will ist dein Wort,
bevor wir im Nichts untergehen.

Auf dein Wort war auch nie Verlass. Halt, Stop. So stimmt das auch wieder nicht. Um ehrlich zu sein, hast du nie dein Wort gegeben. Sobald man versuchte dich festzunageln bist du immer und zwar wirklich immer aalglatt ausgewichen. Bloß nicht festlegen, bloß keine Entscheidungen treffen. Nie Nein, aber auch nie Ja sagen, immer ein Hintertürchen offenhalten, die Frau immer bei der Stange halten. 

Ist alles schuld, was die Lügen verdeckt?
Wie lang hab ich gewartet, bis etwas sich regt?
In der heißen Glut verbrannt, für ein Sehnen nach mehr.
Zurück bleibt nur die Asche - verloren in dir.

Gewartet habe ich wohl viel zu lange auf eine Entscheidung von dir. Eine entgültige Entscheidung. Und idiotischerweise warte ich immer noch. Vielleicht hast du deine entgültige Entscheidung nun ja auch getroffen und ich will nur noch nicht wahrhaben, dass der Kontaktabbruch entgültig ist?
Und warum kann ich nicht froh darüber sein, dass ich meine Ruhe vor dir habe? Warum versteht das Herz nicht, was der Verstand schon so lange weiß? Warum mache ich mir und allen anderen vor, dass ich glücklich bin, dass du mich in Frieden lässt? Ist das auch wieder der Stolz, bloß nicht zuzugeben, dass du mir fehlst und dir auf keinen Fall auf irgendeine Art und Weise hinterher zu laufen?

Und ich hör dich nicht mehr
und die Nacht schläft so fest in meinen Armen.

Zeraphine

Aber wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mich wohl ohnehin in dir getäuscht. Mich täuschen lassen von deiner Maske und deinem debilen Grinsen und nie wirklich geguckt, was da hinter steckt. Zu wenig über dich als Person nachgedacht und nur das in dir gesehen, was ich sehen wollte. Vielleicht hatte ich auch einfach Angst in einen der tiefen Abgründe in dir zu fallen und mich vollends in dir zu verlieren.
Als ob du mich nicht auch so schon genug runtergerissen hättest. Aber ich glaube nicht einmal das nehme ich dir wirklich übel. Zwar entdeckte ich erst durch dich die melancholische Seite an mir, aber das seh ich nicht nur negativ. Schließlich gab das meinem Wesen eine neue Schattierung und bei Schlechten, das du gebracht hast, kann man nicht leugnen, dass du mich zu einem gewissen Grad geprägt hast.
Und trotzdem wünsche ich mir nichts anderes, als endlich meinen Frieden mit dir zu machen und sei es nur für mich ganz persönlich, nur damit die Gedanken nicht immer wieder zurück zu dir kommen. Reicht dir ein Jahr nicht?

20.2.07 20:44
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Glasprinzessin / Website (28.2.07 18:20)
Siehst du? Genau deshalb möchte ich mich nicht in Phil verlieben.
Weil es beinah unmöglich ist, ihn "festzunageln", ihn zu halten. er kommt und geht, wann er möchte.
Und es würde mich unglücklich machen. Und das weiß ich schon vorher.

Aber ich danke für deinen Kommentar und schicke liebe Grüße.

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