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Herz vergeben, Herz verschenkt

Warum entdeckt man die Abgründe in einem Menschen eigentlich erst immer dann, wenn es zu spät ist? Warum merkt man erst dann, wie ein Mensch wirklich ist, wenn man sich unentwirrbar in seine Gefühle zu ihm verstrickt hat und man ohne weiteres nicht mehr von ihm loskommt, zumindest nicht ohne eine Wunde zu schlagen, die nur langsam verheilt.
Und warum passiert mir so etwas immer wieder? Sollte man aus Fehlern nicht irgendwann lernen? Wird es nicht vielleicht doch Zeit erwachsen zu werden und irgendwann zu akzeptieren, dass in jedem Mann ein Arschloch steckt und das Warten auf den Traumprinz sinnlos ist? Warum nicht endlich der Wahrheit ins Gesicht sehen?

Was die Liebe angeht war das Jahr 2006 wirklich eher bescheiden. Zweimal den Versuch gewagt jemandem zu vertrauen und zweimal bitter enttäuscht worden.
Das zweite Mal ist wohl gar nicht so tragisch, weil es eher eine kurze Episode war, deren Ende zwar weh tat, aber irgendwie steckte da nicht soviel drin. Weder Zeit, noch Mühe, noch sonst etwas. Und der Typ machte es mir durch sofortigen und scheinbar endgültigen Kontaktabbruch enorm einfach.

Der andere Fall sieht da schon anders aus. Nach langsam Hin und Her herrschte auch dort für ein gutes halbes Jahr Funkstille, bis der werte Herr plötzlich wieder auf die Idee kam sich zu melden. Während einem Gespräch kam man dann auf die spontane Idee gemeinsam auf ein Konzert zu gehen (der Mensch wohnt ja nur ein paar hundert Kilometer entfernt). Dort lernte ich dann eine seiner Ex-Freundinnen kennen, was das ganze noch ungemein verkomplizierte, da man ins Reden kam und feststellte, dass er ein Arsch ist.
Leider ändert das nichts. Trotzdem schafft man es nicht den Kontakt von sich aus abzubrechen. Trotzdem fahre ich über Silvester hin. Trotzdem war sie wieder und wieder mit ihm in der Kiste. Und trotzdem ist da immer noch Eifersucht. Obwohl ich nur zu genau weiß, dass er nicht gut ist für mich und das er mich in den Abgrund reißen könnte und vermutlich auch wird, wenn ich nicht gehörig aufpasse.

Ich nähte mir einen Bettbezug
aus der Zeit die wir hatten
und trink mir alte Wunden an, so tief und allein.
Kein Berg den ich nicht versetzt hab
zog jedes Schicksal an den Haaren herbei,
für ein Leben lang zu leben,
so wild und so frei.

Staubkind

28.12.06 21:32
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


/ Website (18.2.07 01:33)
Man merkt es immer rechtzeitig. Man hört nur nicht hin. Bis es unüberhörbar geworden ist. Und dann ist es meistens wirklich zu spät.
Was u schreibst, rührt mich sehr an. Ich kenne das auch. Oder so ähnlich.

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